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Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven

Herkunft und Familie 

Beethovens väterliche Vorfahren stammten aus Mecheln im flämischen Brabant (Belgien). Seiner Großvater, der ebenfalls Ludwig hieß, wurde 1753 als Basssänger an den Kurfürstlichen Hof nach Bonn berufen. Dessen Sohn Johann wurde Tenorsänger an der Hofkapelle. Als Johann fast 30 alt war heiratete er die früh verwitwete Maria Magdalena. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor, von denen nur 3 das Säuglingsalter überlebten; Ludwig, Kaspar Karl und Nikolaus Johann. Ludwig van Beethoven wurde 17.12.1770 in Bonn getauft.

Beethoven war das zweite Kind seiner Eltern. Ein älterer Bruder, Ludwig Maria war 1769 geboren worden und hat nur sechs Tage gelebt. Nach Beethoven wurden seine beiden Brüder geboren. Beide lebten als Erwachsene in Wien. Die beiden lebenden Brüder waren für Beethoven sehr wichtig. Nach dem Tod der Mutter 1787 und der Alkoholkrankheit des Vaters, musste sich er um den Lebensunterhalt den ganzen Familie kümmern

Schule und Ausbildung

Beethoven besuchte offenbar nur kurz die Schule. Musik war für seine Eltern und auch für ihn selbst viel wichtiger. In der Schule war Beethoven nicht lange gewesen. Trotzdem war er nicht ungebildet.

Seine Kenntnisse kamen durch unterschiedliche Andere Einflüsse

  1. Familie Breuning
  2. Zehrgarten
  3. Universität

Ihre musikalische Ausbildung hat im Haus angefangen. Beethoven stammte aus einer Musikerfamilie. Sein Großvater und sein Vater waren beide Musiker. Er wurde Musiker wie sein Vater Beethovens erster Klavierlehrer war sein Vater. Als seine Vater konnte ihm nichts mehr beibringen, übernahm Tobias Pfeiffer den Unterricht. Beethovens berühmtester Klavierlehrer war Christian Gottlob Neefe. Er fördete Ludwig und machte ihn mit Bachs Werken bekannt. Ludwig hat auch mit Joseph Haydn Unterrichtet, die die Melodie zur deutschen Nationalhymne geschrieben hat. Zum Dank widmete Ludwig seinem Lehrer seine ersten drei Klaviersonaten (op.2)

Musikalische Vorbilder

Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart (1756-1791)

Als junger Mann war Mozart sein größtes Vorbild. Beethoven hat sehr viel Mozart abgeschrieben um zu verstehen, wie er bestimmte Probleme gelöst hat

Georg Friedrich Händel

Georg Friedrich Händel

Händel (1685-1759)

Für den erwachsenen Beethoven war Händel der größte und wichtigste Komponist

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

Bach (1685-1750)

Bach war für alle nachgeborenen Komponisten ein Vorbild für Kontrapunkt und Satztechnik. Ludwig nannte ihn “den unsterblichen Gott der Harmonie”

Die Musikszene 

Hauptstadt Wien 

Ende des 18. Jahrhunderts war Wien Hauptstadt eines großen Reiches. Nach London und Paris war Wien die wichtigste und größte Stadt in Europa. Hier lebten der Kaiser und viele Adlige. Wien war damals das bedeutendste musikalische Zentrum Europas. 1792 ist Beethoven nach Wien gezogen, um sich weiterzubilden und zu studieren.

Adelige in Wien 

Als Ludwig 1792 nach Wien kam, bestimmte der Adel alles, auch das kulturelle leben. Die großen Adelshäuser hatten eigene Orchester und veranstalteten in ihren Palästen Bälle und Konzerte. Viele Adelige interessierten sich sehr für Musik und spielten auch selbst ein Instrument. Beethoven wurde von Wiener Adel unterstützt. Sie gaben ihm Aufträge für Werke. Ludwig komponierte und wurde also dafür bezahlt.

Wegbereiter 

Graf Waldstein 

Schon in Bonn lernte er Graf Waldstein kennen. Beethoven freundete sich schnell mit ihn an. Waldstein organisierte Ludwigs Reise nach Wien und plante dort die ersten Kontakte. Viele Jahre später, 1805 widmete Ludwig ihm ein große Klaviersonate (Waldsteinsonate op.53). Waldstein hatte viel zu Beethovens Erfolg beigetragen.

Fürst Lichnowsky

Lichnowsky spielte im Wiener Adel eine große Rolle. Er hat Beethovens Karriere in Wien auf den weg gebracht. Er war Beethovens wichtigster Gönner. Zum Dank widmete Beethoven ihm seine ersten drei Klaviertrios op.1.

Beethoven und das Theater 

Nach 1803 Akademie Erfolg interessierte Beethoven sich ins Theater. 1803 erhielt er den Auftrag, für das Theater an der Wien eine Oper zu schreiben. Das wurde seine Oper Fidelio op.72 Fidelio wurde ein großer Erfolg

Ludwig van Beethoven, Fidelio

Ludwig van Beethoven, Fidelio

Fidelio 

Ort_Gefängnis in Spanien.

Handlung_Ein Mann, Florestan, sitzt zu Unrecht im Gefängnis. Seine Frau, Leonore, verkleidet sich als Mann und schmuggelt sich unter dem Namen Fidelio ins Gefängnis ein, um Florestan zu befreien.

Beethoven und Napoleon

Napoleon. Gemälde von Jacques-Louis David, 1812

Napoleon. Gemälde von Jacques-Louis David, 1812

Beethoven bewunderte Napoleon, besonders dessen Gesetzte. Napoleon hatte nach den Ideen der französischen Revolution ein neues Gesetzbuch verfasst. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sollten für alle gelten. Beethoven wollte nach Paris reisen und komponierte dafür eine Symphonie auf Napoleon. Diese Symphonie wurde die Eroica op.55. Aber als sich Napoleon 1804 zum Kaiser krönen ließ, war Beethoven sehr enttäuscht. Am 21. Juni 1813 besiegten englische Truppen unter dem Herzog von Wellington die Franzosen bei der spanischen Stadt Vittoria. Die Nachricht wurde überall Europa mit Begeisterung aufgenommen. Als Beethoven davon erfuhr, komponierte er eine große Schlachtsymphonie Diese Symphonie wurde Wellington Sieg op.91

Beethoven als Vater 

Beethovens jüngerer Bruder Kaspar Karl hatte 1806 geheiratet. Am 4. September 1806 wurde ihr Sohn Karl geboren. Aber seine Schwägerin konnte er nicht ausstehen. Bevor Kaspar Karl gestorben ist, hat er ein Testament geschrieben. Dem Testament ernannte das Gericht Johanna (Schwägerin) zum Vormund und Beethoven zum Mitvormund. Aber Beethoven wollte das Kind für sich. Er ging vor Gericht. Er bekam Recht und wurde alleiniger Vormund für seinen Neffen. Als Kaspar Karl starb, war sein Sohn Karl erst 9 Jahre alt. Mit der Vormundschaft über Karl änderte sich Beethovens Leben schlagartig. In dieser Zeit hat er nicht so viel komponiert wie in anderen Jahren. Er hat zwischen 1816 und 1820 fast nichts geschrieben. Trotzdem fällt in diese Zeit die Entstehung der Hammerklaviersonate, die Diabelli Variationen, die Missa solemnis und seiner wichtigsten Werke nachzudenken: die 9 Symphonie.

Die 9 Symphonie 

Im Juni 1817 erhielt Beethoven einen Brief aus London. Er wurde bei der großen Philharmoniker Gesellschaft nach England eingeladet. Bei seinem Besuch sollte er zwei neue Symphonie mitbringen und dort aufführen. Er hat nicht zwei, sondern nur eine Symphonie: seine Neunte. Die 9 Symphonie wurde gewaltiger als alle anderen zuvor. Als Text wählte er ein Gedicht von Friedrich Schiller, Freude schöner Götterfunken.

Friedrich Schiller von Ludovike Simanowiz, 1794

Friedrich Schiller von Ludovike Simanowiz, 1794

Taubheit und Tod 

In Wien wollte Beethoven seine Schwerhörigkeit verbergen. Niemand sollte es wissen. Ein Musiker, der nicht hört, bekommt keine Aufträge und kein Geld. 1802 befand sich Beethoven in Heiligenstadt, in der Nähe von Wien. Eigentlich war er dorthin gefahren, um sich zu erholen. Auch mit seinem Bauch hatte er ständige Probleme. Aber im Laufe des Tages wurde er nicht verbessert. Etwa 1806 beschloss er, seine Taubheit nicht länger geheim zu halten. Aber keine der Therapien hat Beethoven geholfen. Er wurde ganz und gar taub. Als er 1818 völlig Taub war, benutzte er kleine Hefte zu kommunizieren. Beim Komponieren störte Beethovens Hörleiden nicht. Seine Musik war in ihm. Viele der großen und berühmten Werke entstanden, als Beethoven völlig taub war. Beethoven starb am Nachmittag des 26. März 1827